Mestia - Touristenort der Zukunft
Mestia war in der Sowjetzeit ein vielbesuchter Touristenort. Die Strasse von Sugdidi her war damals ausgebaut worden, um eine Verbindung mit dem Schwarzen Meer zu schaffen und so sowohl eine Sommerfrische, wie einen schneereichen Winterkurort zu bieten.
Heute befindet sich Mestia in einer ganz anderen Situation. Zwar ist es noch Hauptort mit dem Verwaltungssitz der Region, einem Spital, einem Museum und einer kleinen Flugzeuglandepiste. Aber die weiter führende Schule ist heute eine Bauruine. Es gibt noch kein Hotel und nur zwei kleine Restaurants. Es haben sich kleine Läden für das Lebensnotwendigste etabliert aber die selber gebastelten Holzbuden auf dem geräumigen Dorfplatz braucht es nach wie vor für die alltäglichen Bedürfnisse.
Bei den Wohnhäusern stehen die schier unzerstörbaren eindrücklichen, mittelalterlichen Familientürme aus Naturstein. Sie boten Schutz in Zeiten der Gefahr, im Erdgeschoss befinden sich Stallungen, darüber mehrere Stockwerke als Unterkunft und zuoberst Schiessscharten zur Verteidigung. Die Türme prägen das Ortsbild jedes Weilers in Swanetien und stehen als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO.
