Privatisierung des Gesundheitssystems
Unterstützung Spital Mestia
Im Zuge der Gesundheitsreform in Georgien wurden seit 2008 die Spitäler privatisiert. Auch das Spital Mestia ist jetzt nicht mehr staatlich und hat Umstrukturierungen erfahren. "Pro Mestia Georgien" hält weiterhin den Kontakt aufrecht und kommuniziert mit dem Ärzteteam und versucht auf ihre Wünsche einzugehen.
Mit Containertransporten von 2005 und 2007 erhielt das Spital Mestia grössere Mengen medizinisches Grundmaterial, Geschenke der Schweizerischen Eidgenossenschaft und verschiedener schweizerischer Spitäler. Die Transportkosten wurden von Sponsoren übernommen. Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA in Tbilisi hat verdankenswerterweise die Einfuhrformalitäten abgewickelt.
Materielle Unterstützung und Weiterbildung der Ärztinnen und Ärzte in den Dörfern
Die Ärztinnen und Ärzte sind seit der Gesundheitsreform nicht mehr staatliche Angestellte, sondern selbständig Erwerbende, sogenannte "Family Doctors". Ziel von "Pro Mestia Georgien" ist nach wie vor, den Gesundheitsstationen Verbesserungen der elementaren medizinischen Ausrüstung zu verschaffen, die Kommunikation untern den Ärztinnen und Ärzten zu fördern und die Situation auch mit Mitteln der Komplementärmedizin zu verbessern. Dazu wurden 2006 und 2007 Weiterbildungskurse organisiert.
Schüsslersalz
Da ein grosser Mangel an Medikamenten herrscht, hat das Projekt "Herstellung und Verbreitung der Schüsslersalze" Priorität. Es handelt sich um eine kostengünstige, effiziente komplementärmedizinische Heilmethode. Von einem Standort aus werden die interessierten Ärztinnen und Ärzte mit den Grundmaterialien versorgt. Diese stellen dann selber die richtige Potenz her und sind angehalten die Erfahrungen mit den Heilmitteln untereinander auszutauschen.
Ältere Menschen
Die älteren Menschen sind oft am wenigsten privilegiert und können sich kaum Hilfsmittel leisten. Seit 2007 wurden über 200 Lesebrillen abgegeben und zahlreiche Gehstöcke verteilt. Um ein genaueres Bild zu bekommen, werden die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung mit einer gross angelegten Aktion mittels Fragebogen abgeklärt.
Dieses Projekt wird von der Eugen und Elisabeth Schellenberg-Stiftung getragen.